Die Welt isst mit – Fragen globaler Ernährung

diskursiv läd ein zu einer Vortragsreihe über die globale Ernährung.

Nahrung1

Fragen globaler Ernährung – Veranstaltungsreihe von diskursiv in Zusammenarbeit mit dem Öko-Referat des AStA Uni Mainz
4. – 22. Juni 2012

Mo, 4. Juni: Marie-Monique Robin – Monsanto. Mit Gift und Genen (Film) – 19 Uhr im Café Blumen Große Bleiche 60 (Ecke Bauhofstraße), Innenstadt

Der US-Konzern Monsanto ist mit seinen Niederlassungen in 46 Ländern weltweiter Marktführer für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) geworden. Darüber hinaus ist das Unternehmen aber auch eines der umstrittensten der Industriegeschichte. Der Dokumentarfilm der französischen Journalistin Marie-Monique Robin erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen geht. Am Ende steht die Frage, ob „Monsanto“-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.

Di, 5. Juni: Jörg Bergstedt – Monsanto auf Deutsch – 19 Uhr im Haus Mainusch (Staudingerweg 23 (gegenüber Inter I), Uni-Campus)

In den USA ist Monsanto berüchtigt für unlautere Geschäftspraxen und seine Verstrickungen mit den Aufsichtsbehörden. Jörg Bergstedt wagt in seinem Vortrag einen Blick hinter die Kulissen in Deutschland. Dabei offenbart sich hierzulande ein ähnliches Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik. Die breite Ablehnung der Gentechnik durch die Bevölkerung geht in diesen Machenschaften jedoch unter.

Mi, 6. Juni: Markus Henn – Nahrungsmittelspekulationen 16.30 Uhr im Café Blumen (Große Bleiche 60 (Ecke Bauhofstraße), Innenstadt)

Der Handel an Rohstoffterminbörsen spielt global, aber auch in Europa eine immer wichtigere Rolle. An diesen Börsen hat zugleich die Spekulation von Finanzinvestoren/Innen stark zugenommen. Mit ihren Wetten, meist auf steigende Preise, verursachen diese Investoren/Innen die Preisspitzen und -schwankungen mit, von denen sie angeblich nur profitieren. Als Folge zweier Preisspitzen in den Jahren 2007/08 und 2010/11 sind dagegen Hunger und Armut in der Welt stark angestiegen. In der EU und den USA laufen derzeit Gesetzesreformen, die der Spekulation Grenzen setzen könnten.

Sa, 9. Juni: Meenz Global – Stadtrundgang mit globaler Perspektive 15 Uhr Treffpunkt Staatstheater

Meenz Global gibt einen interaktiven Stadtrundgang zum Konsum im Alltag. Diese ernährungsbezogenen Themen werden beim Stadtrundgang in ihre globalen Zusammenhänge gestellt.

Mo, 11. Juni: Heike Kammer – Kolumbien. Palmölanbau oder Ein Recht auf Ernährung – 18 Uhr Haus Mainusch (Staudingerweg 23 (gegenüber Inter I), Uni-Campus)

Brotaufstrich, Biosprit, Kosmetik – Palmöl steckt in vielen täglich verwendeten Produkten. Doch für den Anbau von Palmöl werden Regenwälder abgeholzt und indigene Gemeinden von ihrem Land vertrieben. Menschen, die sich für Umweltschutz und ihr Landrecht einsetzen, werden bedroht oder verschwinden. Heike Kammer (FIAN – Food First Informations- und Aktions-Netzwerk) wird anhand eines Fallbeispiels die konkreten Zusammenhänge darstellen und mit dem Publikum über „faire“ Handlungsmöglichkeiten, die in Deutschland vorhanden sind, sprechen.

Di, 12. Juni: Svenja Nette – Urban Farming – 20 Uhr Kreativa – Kreatives Kunst- / Kulturzentrum e.V. (Kaiser-Wilhelm-Ring 80, Neustadt)
Die Rückkehr der Agrarwirtschaft in die Stadt rückt zunehmend ins Interesse von Wissenschaft und Öffentlichkeit. Ob es sich um kleine, unabhängige Gartenprojekte oder durch Mikrokredite finanzierte Pflanzprojekte handelt: die Nähe zwischen Produzierenden und Verbrauchenden steht im Mittelpunkt. Dieser Vortrag liefert eine Einführung und klärt über einzelne Ansätze und Methoden auf.

Mi, 20. Juni: Markus Keller – Wie unsere Ernährung das Klima beeinflusst – und was wir dagegen tun können – 18 Uhr Kulturcafé (Becherweg 5 (Alte Mensa), Uni-Campus)

Niemand isst für sich allein. Die Art und Weise unserer Ernährung hat globale Auswirkungen – auf Mensch, Tier und Umwelt. Insbesondere die weltweite Tierhaltung trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Der Ernährungswissenschaftler Dr. Markus Keller (IFANE – Institut für alternative und nachhaltige Ernährung) wird zeigen, welche Bereiche „vom Acker bis zum Teller“ besonders klimarelevant sind – und wie wir mit einfachen Schritten unseren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Fr, 22. Juni: Andrea Fink-Keßler – Milchkonsum – 16 Uhr im Café Blumen (Große Bleiche 60 (Ecke Bauhofstraße), Innenstadt

Ob pur, im Café au lait oder in verfeinerter Form im Käse: Milch ist aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken. Aber ist sie auch gesund? Für Andrea Fink-Keßler (Büro für Agrar- und Regionalentwicklung Kassel) ist aus einem leicht verderblichen Nahrungsmittel ein immer verfügbarer und höchst umstrittener Rohstoff geworden.