Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Über die Funktion des Lebensraums hinaus, sind diese jedoch auch Umschlagplatz des kapitalistisch organisierten Wirtschaftssystems. Einige der gegenwärtigen Stadtentwicklungsprozesse zielen darauf ab, die stets unter finanziellen Druck stehenden Städte zu attraktiven Unternehmensstandorten zu verwandeln. Der daraus resultierende Städtewettbewerb spiegelt sich oft in der jeweiligen Stadtentwicklungspolitik wieder, die beabsichtigt, möglichst wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingen zu schaffen. Dabei entstehen Konflikte mit anderen Politikbereichen, die neben Überlegungen zur ökonomischen Verwertbarkeit, in den Hintergrund treten.

Die Konsequenzen sind nicht immer auf den ersten Blick offensichtlich. Phänomene, wie die Privatisierung öffentlicher Räume oder Überwachung einzelner Stadtteile sowie die (geplante) Verdrängung bestimmter Gesellschaftsschichten aus lukrativen Vierteln, sind jedoch eindeutige Resultate eines neoliberalen Kampfes um Raum.
Um sich mit diesen Prozessen genauer auseinander zu setzen organisieren der AK Kritische Geographie und die Hochschulgruppe diskursiv derzeit eine Vortragsreihe auf dem Campus der Uni Mainz. Ziel der Vortragsreihe ist es, zugrunde liegende Machtstrukturen aufzudecken und dazu zu befähigen sich in die Diskussion einzumischen!

Mittwoch, 5. Mai; 20 Uhr Hörsaal 13 Forum 7
Prof. Dr. Renate Ruhn (TU Darmstadt): „Städtische Räume der Prostitution“

Freitag, 7. Mai; 16 Uhr Hörsaal 13 Forum 7
Dr. Andrej Holm (Uni Ffm): „Recht auf Stadt“

Mittwoch, 19. Mai, 18 Uhr Hörsaal 13 Forum 7
Dr. Hans G. Helms: Filmvortrag zur kapitalistischen Stadtentwicklung

Mittwoch, 2. Juni, 18 Uhr Hörsaal 13 Forum 7
Jr. Prof. Dr. Bernd Belina (Uni Ffm): „Soziale Sortierung von Stadt im Namen der Sicherheit“

Donnerstag, 24. Juni, 18 Uhr Hörsaal 13 Forum 7
Dr. Claudia Wucherpfennig (Uni Ffm): „Illegalität, Kriminalität und Bedeutung für die lokale Ökonomie“

Außerdem geplant: (Datum und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben)
Prof. Dr. Renate Ruhne (Uni Kassel): „Räume der Prostitution“

Den offiziellen Flyer zur Veranstaltung gibt es hier als download.