* NACHTTANZDEMO „DANCE YOUR RIGHT TO THE CITY“ IN MAINZ

Die erste Nachttanzdemo in Mainz ist am Samstag mit über 1000 Teilnehmer_Innen ein voller Erfolg gewesen. Bei gutem Wetter, noch besserer Musik und ausgelassener Stimmung tanzten die Menschen durch Mainz, um Ihr Recht auf Stadt einzufordern.
Die insgesamt 4 Redebeiträge von diskursiv, dem Flüchtlingsrat Wiesbaden, der Anarchistischen Gruppe Mannheim und dem Kritischen Kollektiv Worms beschäftigten sich kritisch mit verschiedenen Facetten und Auswirkungen neoliberaler Stadtpolitik und deren zugrunde liegender kapitalistischer Verwertungslogik.

Einen ausführlichen Bericht mit Bildern zur Nachttanzdemo findet ihr HIER

Hier gehts zu den Flyern im pdf-Format: Vorderseite, Aufruf

Der Flyer ist verlinkt zur seperaten Homepage der Nachttanzdemo.

* PROTESTAKTION GEGEN DEN ZWEITGRÖßTEN ENERGIEKONZERN DEUTSCHLANDS: E.ON

Der Enegriekonzern E.on versuchte im Jahr 2008/2009 durch eine deutschlandweite Uni-Infotour sein durch skandalöse Investitionen in Kernreaktoren in Risikogebieten, dem Vorwurf der Kartellbildung im deutschen Stromnetz und der Überteuerung der Strompreise angekratztes Image aufzubessern.

Etwa sechzig Studierende führten mit uns gemeinsam eine kreative Protestaktion durch, um die Menschen an der Uni über die Hintergründe der Energieerzeugung bei e.on und über alternative Erneuerbare Energien aufzuklären. Mit Strahlenschutzanzügen und Geigerzählern ausgestattete AktivistInnen sperrten den atomar strahlenden e.on-Infostand im ReWi zum Schutze der Studierenden ab, verteilten Infoflyer und trugen Plakate mit Hintergrundinformationen. Eine weitere Gruppe von AktivistInnen zogen als kolumbianische KohlearbeiterInnen verkleidet über den Campus vor den Infostand. Angetrieben wurden sie von e.on Aufsehern, die sie trotz unmenschlicher Arbeitsbedingungen immer weiter antrieben und sie ausbeuteten bis sie zusammen brachen.

In der anschließenden Diskussionsveranstaltung mit e.on Mitarbeitern wurde die von uns vorgebrachte Kritik diskutiert. Die an der Protestaktion beteiligten Studierenden hatten sich im Vorfeld intensiv mit der Firmenpolitik und den Wegen der Energiegewinnung bei e.on beschäftigt und konnten fundierte gut recherchierte Fakten den Verteidigungsversuchen der Mitarbeiter entgegenhalten. Das traurige Fazit der ca. eineinhalb stündigen Diskussion ist, dass die von e.on propagierte und hoch getragene Übernahme von Verantwortung sich ausschließlich auf Verantwortung gegenüber dem Firmenkapital bezieht, nicht jedoch auf eine verantwortliche und zukunftsweisende Energiepolitik, die nachhaltig sozial und ökologisch verträgliche Energiegewinnung fördert.

Für diese Protestaktionen bekamen wir ungerechtfertigt vom geschäftsführenden Leiter ein Hausverbot im ReWi, gegen das der AStA anschließend mit rechtlichen Schritten vorging.

-> Unipress-Artikel
-> Bild 1
-> Bild 2
-> Bild 3

* PROTESTAKTION GEGEN DIE DURCHSETZUNG DER RICHTLINIEN DES CENTRUM FÜR HOCHSCHULENTWICKLUNG (CHE) AN DER UNI MAINZ

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wird fast zu hundert Prozent von der privatwirtschaftlichen Bertelsmann AG finanziert. Gegründet wurde das CHE, um Reformen in den Hochschulen umzusetzen und Universitäten nach neoliberalen Wirtschaftskriterien effizient zu gestalten. Trotz der finanziellen Abhängigkeit und ideologischen Herkunft postuliert das CHE, es setze nicht die Ziele der Privatwirtschaft um, sondern es handele im Interesse und zum Wohle der Gesellschaft. Da jedoch die Einführung von Studiengebühren in vielen Bundesländern, die rigorose und im Vergleich zu weiteren EU-Ländern stark an wirtschaftlichen Effizienzkriterien orientierte Reformierung der Unis, die deutsche Umsetzung des Bachelor/Master Systems und die Entdemokratisierung der Hochschule im wesentlichen auf das Wirken des CHE zurückzuführen sind, stellten sich Studierende entschieden gegen den weiteren Einfluss des CHE auf die Uni Mainz. Ein Vortrag des Vorsitzenden Frank Ziegele zum Thema Hochschulranking, zu der Unipräsident Georg Krausch alle Studierenden eingeladen hatte, nahmen wir zum Anlass über die Hintergründe des CHE aufzuklären.

Ein 10m langes Banner über dem Eingang der alten Mensa, Flyer, Informationstafeln und Informationsbroschüren des UAStA Freiburg informierten über die Kritikpunkte am CHE. In der Veranstaltung, in der auch die Unileitung anwesend war, wurde intensiv über die Gefahren einer nach neoliberalen Wirtschaftskriterien gestalteten Hochschule diskutiert, insbesondere bezogen auf die aktuelle Ausgliederung des Fachbereichs Medizin aus der Universität und die Umwandlung in eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Das Verständnis des Vorsitzenden für unsere Kritik war jedoch gering, Universitätspräsident Krausch zeigte zwar Verständnis für einige der Kritikpunkte, die Rechtfertigung für die Reformpläne des CHE auch an der Uni Mainz sieht er jedoch in der bundesweiten Dynamik dieses Prozesses – eine Abkehr der Uni Mainz von den Reformplänen sieht er nicht positiv, sondern als Gefahr im bundesweiten Wettbewerb zu verlieren.

-> Flyer Vorderseite
-> Flyer Rückseite